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Annelie-Frohn-Stiftung spendete 25 iPads für die Frühförderung!

Die Annelie-Frohn-Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Jülich.
Annelie Frohn hatte den Wunsch, Heilpädagogik zu studieren, um hör- und sprach?gestörten Kindern helfen zu können. Unter tragischen Umständen verstarb sie an einer Leukämie, bevor sie ihre Pläne realisieren konnte. Mit der Einrichtung der Annelie-Frohn-Stiftung haben ihre Eltern ihr Lebensziel „Förderung hör- und sprachbehinderter Kinder“ weiterverfolgt.

Durch die großzügige Spende der Annelie-Frohn-Stiftung in Höhe von über 12.000 € konnte die Frühförderung der LVR Johann-Joseph-Gronewald-Schule im Dezember 2016 für ihre Arbeit in den Familien mit hörgeschädigten Kindern mit iPads ausgestattet werden. Dadurch, dass nun jeder Kollegin ein Gerät zur Verfügung steht, kann die videogestützte Elternberatung deutlich verbessert und erweitert werden. Bereits Ende 2015 konnte über die Stiftung ein leistungsstarker stationärer Rechner und ein erstes iPad zur Erprobung angeschafft werden.

Schon lange wird in der Frühförderung mit dem Einsatz von Videoaufnahmen gearbeitet. Interaktionssequenzen mit dem hörgeschädigten Kind werden gefilmt und anschließend mit den Eltern gemeinsam angeschaut. Bisher standen dazu lediglich drei Videokameras zur Verfügung. Für die Videoanalyse musste auf Geräte der Eltern oder auf das private Laptop zurückgegriffen werden.
Die iPads sind nun immer zur Hand, sowohl zum Aufnehmen als auch zum Anschauen von Filmsequenzen. Darüber hinaus haben die Kolleginnen nun eine gemeinsame technische Plattform, und es gibt keine Kompatibilitätsprobleme mehr.

Eine Frau filmt mit einem iPad, wie eine andere Frau mit Kopftuch mit ihrem auf dem Boden liegenden Baby spielt.
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Videoaufnahme einer Mutter-Kind-Interaktion mit Hilfe des iPads.

Ebenso können nun Präsentationen eingesetzt werden, die den Eltern vor allem in Fragen der Förderung der kommunikativen und sprachlichen Entwicklung ihrer Kinder sehr anschaulich weiterhelfen können.
Eine Arbeitsgruppe des Frühförderteams hat ein Entwicklungsraster für die ersten beiden Lebensjahre eines Kindes zusammen gestellt, das zurzeit mit entsprechen?den Video?beispielen unterlegt wird – so können Eltern und Kollegen die verschie?denen Meilensteine der kindlichen Entwicklung (und die Zone der nächsten Entwick?lung) in einer Präsentation ganz konkret vor Augen geführt werden.
Mit den iPads lassen sich darüber hinaus ohne technischen Aufwand leicht neue Videos aufnehmen und in eine Präsentation einarbeiten.

Zwei Frauen schauen gemeinsam auf ein iPad.
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Videogestützte Beratung.

Neben der videogestützten Beratung sind durch den Einsatz der iPads noch andere neue Formen der Arbeit mit hörgeschädigten Kindern und ihren Familien möglich:
Es gibt mittlerweile eine Fülle von gut geeigneten Apps zur Förderung des Hörens und Sprechens sowie zur Anbahnung des Lesens, zum Erwerb von Gebärden u.v.m., die man den Eltern zeigen und auch direkt mit den Kindern anwenden kann.
Auch für Kinder mit komplexen Behinderungen gibt es Anwendungen, mit deren Hilfe man erfolgreich basale Funktionen wie z.B. das Auslösen einer bestimmten Wirkung anbahnen und einüben kann.

Nicht zuletzt wirkt die Spende im Frühförder-Team als Ansporn für eine Intensivierung und Neuausrichtung der inhaltlichen Arbeit!

Viele Frauen sitzen mit iPads um einen Tisch herum.
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Die Frühförderinnen bei der iPad-Schulung.

Herzlichen Dank an die Annelie-Frohn-Stiftung, dass sie unsere Arbeit auf diese Weise so wirkungsvoll unterstützt!